Regina Lettner verrät das Geheimnis

des femininen Erfolges


Regina Lettner, baukult Geschäftsführerin und Gründerin des branchenbekannten ImmoDienstag, spricht über die Rolle der Frau in einer Männer dominierten Branche. Welche Vision sie als Frau anstrebt, erklärt sie in ihrem Statement wie folgt:

„Nahezu jede Schule, jeder Kindergarten, jedes öffentliche Gebäude und jedes Einfamilienhaus auf dieser Welt wurde von Männern geplant und gebaut. Jetzt machen wir – mit vielen Kosten verbunden – alles im Nachhinein barrierefrei und alltagstauglich! Ich bin der festen Überzeugung, dass Frauen auf Grund ihrer Lebensrealität anders planen!“

Regina Lettner

3 Fragen an Regina Lettner zum Weltfrauentag

Haben Frauen eine andere Herangehensweise an Bau/Architektur im Vergleich zu Männern? Wenn ja, welche?

Ja haben Sie. Auf Grund der täglichen, unterschiedlichen Anforderungen von Frauen und Männern, haben beide definitiv unterschiedliche Prioritäten. Auch ist es so, dass Frauen größere soziale Kompetenz aufweisen, und daher in der Kommunikation und daher letztendlich in der Lösungskompetenz enorm punkten können. Planen und Bauen ist immens komplex geworden – diese Softfakts sind wichtig.

Wie beurteilen Sie die aktuelle Rolle der Frau in der Architektur/Bauwesen?

Können sie mir 25 Architektinnen aufzählen, die in Österreich mit aufrechter Befugnis ein eigenes Architekturbüro führen? Ich kenne nur Acht, ansonsten nur jene die dem männlichen Ehepartner zuarbeiten. Es ist daher definitiv Platz nach oben. Vor allem weil es sich mittlerweile in der Branche herumgesprochen hat, dass Frauen das auch können.

Wie würden Sie als Geschäftsführerin das Geheimnis des femininen Erfolges beschreiben?

Durchhaltevermögen, Kompetenz und Netzwerken. Das trifft aber auch für Männer zu. Wichtig vor allem für Frauen ist aber, sich nicht an Bremser zu halten, sondern an Kollegen od. Entscheider, die Frauen unterstützen und nicht als Konkurrenz sehen.

Ursprünge Weltfrauentag – geschichtliche Hard-facts

1910: In Kopenhagen beschließt die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz, an der mehr als 100 Delegierte aus 17 Ländern teilnehmen, auf Initiative der deutschen Sozialistin Clara Zetkin, die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentages.

1911: Der 1. Internationale Frauentag findet am 19. März in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA statt. Die Forderung ist das aktive Wahlrecht für Frauen. – Mehr als eine 1 Million Frauen gehen auf die Straße.

1917: Am 8. März demonstrieren Frauen anlässlich des Internationalen Frauentags in St. Petersburg. In Textilfabriken streiken Arbeiterinnen und fordern andere auf, sich anzuschließen. Am 12. März mündet diese Unzufriedenheit in einen Aufstand – die Februarrevolution. 

1918: Einführung des Allgemeinen Frauenwahlrechts

1921: Zur Ehre der Rolle der Frauen in der Februarrevolution wird auf der 2. Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen in Moskau der 8. März als Weltfrauentag eingeführt.

Die baukult GmbH wünscht allen Frauen einen erfolgreichen Weltfrauentag!